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Verfahren von A bis Z

Jugendgesundheitsuntersuchung

Versicherte haben zwischen dem vollendeten 13. und dem vollendeten 14. Lebensjahr Anspruch auf eine Jugendgesundheitsuntersuchung (J1). Ziel der Untersuchung ist die Früherkennung von Erkrankungen, die die körperliche, psychische und soziale Entwicklung gefährden. Besonderer Schwerpunkt ist die Beratung von Jugendlichen zu Fragen der Sexualität und Verhütung, Drogen und Sucht sowie zu Gesundheitsfragen, die den einzelnen Jugendlichen beschäftigen. Die Untersuchung kann beim Kinder- und Jugendarzt oder beim Hausarzt erfolgen.

Hinweis: Neben der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 kann eine zusätzliche Untersuchung, die J2, als individuelle Gesundheitsleistung durchgeführt werden, die der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt.

Ablauf

Für die Untersuchung müssen Sie die Krankenversichertenkarte oder einen Behandlungsausweis vorlegen.

Die ärztlichen Maßnahmen der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 richten sich im Einzelnen auf

  • eine auffällige seelische Entwicklung oder Verhaltensstörungen,
  • eine auffällige schulische Entwicklung (z.B. Schulleistungsprobleme),
  • gesundheitsgefährdendes Verhalten (z.B. Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum),
  • Beratung zu Sexualität und Verhütung beziehungsweise
  • Vorliegen chronischer Erkrankungen.

Bezüglich der klinisch-körperlichen Untersuchungen richten sich die ärztlichen Maßnahmen auf

  • die Erhebung der Körpermaße (Körpergröße und -gewicht),
  • eine verfrühte oder verzögerte Pubertätsentwicklung.
  • Störungen des Wachstums und der körperlichen Entwicklung (z.B. Klein-/Großwuchs, Unter-/Übergewicht),
  • Bluthochdruck,
  • Erkrankungen der Hals-/Brust- und Bauchorgane (z.B. vergrößerte Schilddrüse),
  • Auffälligkeiten des Skelettsystems (z.B. Verkrümmung der Wirbelsäule).

Daneben werden auch das Impfbuch des Jugendlichen durchgesehen und gegebenenfalls Impfungen nachgeholt. Außerdem wird erfragt, ob eine ausreichende Jodzufuhr erfolgt.

Dem Gespräch zwischen Jugendlichem und Arzt kommt dabei eine große Bedeutung zu. Die Untersuchung bietet Jugendlichen die Möglichkeit, oft erstmalig ohne das Beisein der Eltern Fragen zu gesundheitlichen und psychosozialen Themen beantwortet zu bekommen.

Stellt sich durch die Untersuchung eine Erkrankung, Entwicklungsverzögerung oder andere gesundheitliche Gefährdung des Jugendlichen heraus, kann der Arzt entsprechende Untersuchungen oder Therapien einleiten.

Gebühren

Die Kosten für die J1-Untersuchungen werden von allen gesetzlichen und den meisten privaten Krankenkassen übernommen. Eine Praxisgebühr muss nicht bezahlt werden.

Die Kosten für die zusätzliche Untersuchung (J2) werden von den privaten Kassen übernommen. Im Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen sind sie nicht enthalten. Eltern gesetzlich versicherter Kinder müssen die Untersuchungen daher zunächst selbst bezahlen. Die Rechnung kann aber bei der jeweiligen Kasse eingereicht werden, die die Kosten eventuell im Rahmen von Bonusprogrammen und Leistungen der primären Prävention freiwillig erstattet.

Rechtsgrundlage

Zuständigkeit

der Hausarzt oder Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde