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Verfahren von A bis Z

Laufende Geldleistung bei Kindertagespflege

Die Förderung in Kindertagespflege umfasst neben der Vermittlung des Kindes zu einer geeigneten Tagespflegeperson auch deren fachliche Beratung, Begleitung und weitere Qualifizierung sowie die Gewährung einer laufenden Geldleistung an die Tagespflegeperson.

Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, der Landkreistag Baden-Württemberg und der Städtetag Baden-Württemberg haben gemeinsame Empfehlungen zu laufenden Geldleistungen für Kinder in Kindertagespflege nach dem SGB VIII herausgegeben.

Diese Empfehlungen sehen eine laufende Geldleistung von je 3,90 Euro pro Stunde und betreutem Kind zuzüglich Beiträge zur Sozialversicherung vor.

  • Beitrag zur Unfallversicherung: Der gesetzliche Beitrag zur Unfallversicherung wird einmal pro Monat und Tagespflegeperson in voller Höhe übernommen.
  • Beitrag zur Alterssicherung: Nachgewiesene Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung der Tagespflegeperson werden hälftig erstattet. Hier gilt der Grundsatz der Angemessenheit.
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung: Nachgewiesene Aufwendungen zu einer angemessenen Kranken- und Pflegeversicherung werden einmal im Monat pro Tagespflegeperson hälftig erstattet.

Ablauf

Bitte wenden Sie sich an das Jugendamt. In der Regel ist kein eigener Antrag der Tagespflegeperson notwendig. Die Bewilligung der laufenden Geldleistung erfolgt im Rahmen der Bewilligung der Kindertagespflege an die Personensorgeberechtigten.

Zur Erleichterung des Verfahrens für das Jugendamt kann dem Antrag auf Gewährung von Kindertagespflege die Betreuungsvereinbarung zwischen Tagespflegeperson und Personensorgeberechtigten beigefügt werden.

Die laufende Geldleistung an die Tagespflegeperson wird ausbezahlt, solange sich das Kind in Kindertagespflege befindet.

Rechtsgrundlage

§ 23 Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) (Förderung in Kindertagespflege)

§ 24 Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) (Anspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege)

§ 90 Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) (Pauschalierte Kostenbeteiligung)

Zuständigkeit

das örtliche Jugendamt

Jugendamt ist,

  • wenn Sie in einem Stadtkreis wohnen: die Stadtverwaltung
  • wenn Sie in einem Landkreis wohnen: das Landratsamt

Hinweis: Die Städte Konstanz, Rastatt, Villingen-Schwenningen und Weinheim nehmen die Aufgaben als örtlicher Träger der Jugendhilfe selbst wahr.

Unterlagen

Das Jugendamt kann Einkommensnachweise und Nachweise über laufende Ausgaben von den Eltern verlangen, um zu berechnen, in welcher Höhe die Eltern eine Kostenbeteiligung nach § 90 SGB VIII zu leisten haben.